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Frühjahrskonzert im jeverschen Ratssaal: Hommage an Tango-Gott

Ignatzek, Flindt und Poser faszinieren ihr Publikum

CH
   |   
05.05.2019
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Auftritt der drei lebenden Jazz-Legenden voll interessanter Nuancen.
JEVER
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Dem Mann am Klavier möchte man gern ein Bier ausgeben, weil das in Filmen so üblich ist. Oder ihn bitten, das letzte Stück noch einmal zu spielen, wenn es gut war. Wie in „Casablanca“. Aber das offenbart ja nur, dass man eigentlich keine Ahnung von gutem Jazz am Klavier hat. Das mit dem Bier wäre am Samstagabend beim Frühjahrskonzert der „Jazz-Akademie an der Nordsee“ im Graf-Anton-Günther-Saal des Rathauses etwas störend für den Rest des Publikums gewesen. Die Erfahrung aber, wie gut Jazz auf dem Klavier klingen kann, ermöglichte Klaus Ignatzek auch dem Jazz-Novizen.


Gemeinsam mit dem Gitarristen Martin Flindt und dem Vibraphonisten Florian Poser bestritt Ignatzek den Abend vor fast 50 Zuhörern – da alle drei Musiker im europäischen Jazz einen guten Namen haben, waren auch zahlreiche Kenner dieser Musik ins Rathaus gepilgert.


Als einer der Initiatoren der „Jazz-Akademie an der Nordsee“, die im Juli zum zweiten Mal beginnt, hatte Dr. Martin Dehrendorf die Gäste begrüßt und ihnen versichert, dass sie „eine der interessantesten Möglichkeiten“ nutzten, den Samstagabend zu verbringen.


Klaus Ignatzek präsentierte im ersten Teil des Konzerts Eigenkompositionen von seiner neuen CD „Personally“ und beeindruckte bei Stücken wie „Sunbeams“, „Calima“ oder „Do as you like“ mit einer ungeheuren Bandbreite an Nuancen und Stimmungen. Tatsächlich helfen Anglizismen am besten bei der Beschreibung: Sein Spiel ist smart and sophisticated! Und wer das Privileg eines Platzes hatte, der den Blick auf Hände und Tasten erlaubte, dem konnte – ohne Übertreibung – geradezu schwindelig werden.


Ebenso virtuos, wenngleich auf andere Art unterhaltsam, fiel der Auftritt des Duos Florian Poser (Vibraphon) und Martin Flindt (Gitarre) aus – Verspielter und leichter als der Klaviervortrag, ohne aber als „Easy Listening“ in den Hintergrund zu treten, holte diese Musik die Zuhörer direkt ab. Besonders berührend hier: die Komposition „Remembering Tano“ von Gary Burton als Hommage an den Tango-Meister Astor Piazzolla.


Auch als Trio traten die Musiker zur Freude des Publikums noch auf – danach war sicher Gelegenheit, allen dreien ein Bier zu spendieren.







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Autor des Artikels
Christoph Hinz (CH)
Jever
Lokalredaktion
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