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Die Macht der Gedanken im Fokus

29. Veranstaltung im Schützenhof seit Wochen ausgebucht – Seelsorgerin referiert

OS
   |   
10.03.2013
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Birgit Fingerhut, Theologin und Seelsorgerin aus Berlin, hielt interessanten Vortrag.
JEVER
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Das kennen viele: Schon im Vorfeld macht man sich tausend Gedanken um ein bevorstehendes Ereignis und kommt zu dem Schluss: „Das kann gar nicht glatt laufen, bestimmt geht alles kräftig schief.“ Und natürlich geht es dann auch kräftig schief. Mit fast hundertprozentiger Sicherheit geht in dieser Sache fast alles daneben, was irgendwie daneben gehen kann.


In der Wissenschaft nennt man das „die sich selbst erfüllende Prophezeiung“. Dutzende von Untersuchungen gibt es zu dem Thema. Und genau das, „die Macht der Gedanken“, stand auch am Sonnabend beim Frühstückstreffen für Frauen im Mittelpunkt des Interesses.


Das Frühstückstreffen fand bereits zum 29. Mal statt, es war schon vor Wochen komplett ausgebucht. Zwei Mal im Jahr werden diese Treffen von einem ehrenamtlich arbeitenden Team um Conny Regenscheit organisiert, alle Frauen gehören christlichen Kirchen oder Gemeinschaften an, arbeiten dabei aber überkonfessionell.


Almut Brand und Christa Czelinski führten mit einem kurzweiligen Sketch in das Thema ein, die Querflötengruppe „Flotte Flöten“ unter der Leitung von Angela Dohmen begleitete das Programm musikalisch. Neben den Gesprächen miteinander beim Frühstück stand am Sonnabend die Frage nach dem Einfluss der persönlichen Gedanken auf dem Programm.


Birgit Fingerhut, Theologin und Seelsorgerin in Berlin, beleuchtete das Thema von vielen Seiten. Sie zitierte einen Tatsachenbericht über den Mitarbeiter einer Transportfirma, der versehentlich über Nacht in einem Kühllastzug eingeschlossen wurde. Die Kühlaggregate waren ausgeschaltet, was dem Mann aber nicht bekannt war. Anhand von Zetteln konnte später nachvollzogen werden, dass der Mann glaubte, nun erfrieren zu müssen. Trotz normaler Temperatur starb der Arbeiter, allein seine Überzeugung hatte ihn in Panik versetzt, die schließlich den Tod zur Folge hatte.


Es sei ein Irrtum zu glauben, die Gefühle beeinflussten das Denken – im Gegenteil. Bei gesunden Menschen sei es anders herum: Negative Gedanken lösten auch negative Gefühle aus. „Wir haben es selbst in der Hand, wir können in unserem Kopfkino jeden Tag neu entscheiden, welchen Film wir einlegen“, sagte Fingerhut.


Die Referentin erklärte, die Zusammenhänge zwischen Gedanken, Fühlen und Leben seien schon in der Anfangszeit der Bibel bekannt gewesen: „Mehr als auf alles andere, achte auf deine Gedanken, denn sie bestimmen dein Leben“, heißt es in den Sprüchen Salomos (Sprüche 4;22). In der heutigen Zeit sei unter anderem längst nachgewiesen, dass im Blut optimistischer Menschen ein Vielfaches am Abwehrzellen vorhanden sei als in dem von Pessimisten.


Doch es nütze nichts, alles immer nur durch eine rosarote Brille zu sehen. Nicht jedes Problem sei einfach so „hinwegzulächeln“. Wichtig sei es, wenn einen häufig schwere Gedanken plagten, einen professionell geschulten Blick von außen zu suchen, um aus dieser „Schiene“ wieder herauszufinden.


Denn eines, so Birgit Fingerhut, sollte man stets im Blick behalten: „Wir entwickeln uns in die Richtung, in die wir denken.“







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