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Um zu überleben, muss sich das Theater verändern

Kommentar – „Welttag des Theaters“ sollte auch Kulturschaffende auf Ist-Situation hinweisen

pia
   |   
27.03.2019
[0]

 
JEVER
 – 

Als Theaterwissenschaftlerin etwas zum Welttag des Theaters aufs Papier zu bringen, scheint erstmal einfach. Hier ein wenig zu Brecht schreiben und dort noch einen wirklich wichtigen Theoretiker zum Thema „Theater der Zukunft“ zitieren. Das werde ich aber nicht machen, da es ein Fehler wäre. Es würde so stellvertretend für das sein, was Theater heutzutage ist, aber nicht sein sollte: ein Verein von Menschen, der sich und das, was er tut, sehr wichtig nimmt.


Nicht falsch verstehen, ich liebe es, ins Theater zu gehen. Es ist ein sehr sinnliches Medium, das zugleich Alltagsflucht und -bewältigung sein kann. Aber es gibt zwei Dinge, die diese Kultursparte ändern muss, um weiter zu existieren.


In vielen Fällen elitäre Gemeinde


Ein Problem ist, dass der Theaterbereich in vielen Fällen zu einer elitären Gemeinschaft geworden ist, in der man als Nichtmitglied im besten Fall nur geduldet wird. Dabei geht es heute weniger um Geld und Macht, als viel mehr um geistigen Reichtum. Mit offenen Armen wird nur der empfangen, der vom Fach ist oder der besonderen Kultursprache mächtig ist.


Des Weiteren werden inhaltliche Akzente falsch gesetzt. Das bedeutet nicht, dass es nur unterhaltsame Stücke geben darf. Aber es läuft etwas falsch, wenn das Thema teilweise so tief in Metaebenen versteckt ist, dass der Zuschauer nichts versteht. Der Theaterabend wird dann mit einer Diskussion unter Kulturschaffenden abgerundet, die anderen bei dem Eingeständnis, das Stück diffus gefunden zu haben, Blicke zuwerfen, aus denen die Geringschätzung nur so trieft.


Landesbühne tut viel, um sich Zuschauer von morgen zu sichern


Zugegeben, es gibt schon viele Häuser, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gespürt haben, dass sie von ihrem hohen Ross herunter kommen und den erhobenen Zeigefinger in der Tasche lassen müssen. Das Publikum in der Rolle des Bergs wird nicht zum Propheten kommen. Mehr Stücke für die Masse werden gewählt und die Landesbühne Niedersachsen Nord kooperiert viel mit Schulen, um sich die Zuschauer von morgen zu sichern.


Ja, es ist definitiv eine harte Zeit, in der es sich für die Zukunft zu rüsten gilt – keiner weiß das so sehr wie wir von den Printmedien. Man muss sich selbst reflektieren, das finden, was einen ausmacht, sich aber trotzdem verändern.


Die Autorin dieses Textes ist studierte Theaterwissenschaftlerin.


Am 27. März 2019 ist der „Welttag des Theaters“. Ins Leben gerufen hat diesen Tag das Internationale Theaterinstitut (ITI), 1961 wurde er das erste Mal gefeiert.







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Autor des Artikels
Pia Miranda (pia)
Jever
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