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Mit Zeitung neue Heimat erschließen

Abo-Paten für Flüchtlingsfamilien gesucht – Jeder kann ein Stück zur Integration beitragen

Von CORNELIA LÜERS UND CHRISTOPH HINZ
   |   
24.04.2015
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Auf Wunsch werden alle Paten mit Foto im Wochenblatt vorgestellt. Über Schrift, Bilder und Informationen Sprache, Land und Leute kennenlernen.
JEVER
 – 

Stellen Sie sich vor, Sie müssen Hals über Kopf aus ihrem Heimatland fliehen und landen mit Ihrer Familie in Jever. Alles ist neu. Sie kennen niemanden. Niemand kennt Sie. Die Sprache verstehen Sie nicht. Und dass Sie zu Hause einmal Ingenieur in leitender Position waren, interessiert hier erst einmal auch keinen. Hier sind Sie Flüchtling. Einer von vielen.


Integration heißt das Zauberwort, mit dem es gelingen soll, Ihnen als Migrant das Ankommen in der neuen Heimat zu erleichtern.


Und genau an dieser Stelle sieht sich das WOCHENBLATT als Heimatzeitung vor Ort in der Pflicht. Nicht nur über Integration berichten, sondern auch aktiv einen Beitrag leisten – das war die Grundidee für die Aktion „Abo-Pate“. Was können wir konkret tun, damit sich diese Menschen, die oft einen leidvollen Weg hinter sich haben, schnell dazugehörig fühlen? Wie können sie die Sprache erlernen und ihr neues Umfeld erschließen? Die Antwort auf diese Fragen lautet: mit der Tageszeitung.


Stellen Sie sich vor, Sie sind Flüchtling, und können sich – wie Ihre Nachbarn rechts und links – jeden Morgen Ihre Zeitung aus dem Briefkasten holen. Der Tag bekommt Struktur durch die morgendliche Zeitungslektüre. Über Grafiken und Fotos aus aller Welt wird Ihnen der Zugang zu dieser fremden Sprache erleichtert. Sie können das Wetter studieren, wissen, welche Sonderangebote es im Supermarkt gibt. Ihre Kinder, die zur Schule gehen und mittlerweile im Sportverein angemeldet sind, finden ein Foto von ihrem Schulfest, ihre Mannschaft in der Sporttabelle wieder und blättern durchs Kinderblatt.


Nach und nach identifizieren Sie sich mit dieser neuen Stadt, die Jever heißt. Auch wenn Sie längst noch nicht alles lesen können, so gibt die morgendliche Zeitung Ihnen doch Schritt für Schritt ein Gefühl der Zugehörigkeit, des Informiertseins und der Kommunikation. Sie können den Nachbarn fragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben, einzelne Wörter und Formulierungen markieren und mit zum Sprachunterricht nehmen, sich an Ihr Heimatland erinnern, in dem ja auch wie selbstverständlich eine arabische oder serbische Zeitung zu Ihrem Alltag gehörte.


Zeitungs-Pate kann generell jeder werden. Der Aufruf richtet sich an alle Jeveraner und Jeveranerinnen, an Vereine, Belegschaften, Unternehmen, Service-Clubs, Dorfgemeinschaften, Nachbarn, Behörden, Schulen und alle, die mit ihrem Beitrag helfen wollen, dass eine Familie ein Jahr lang ein Zeitungs-Abo des Jeverschen Wochenblatts bekommt. Sollte die Familie abgeschoben werden oder umziehen, geht das Abo automatisch an die nächste Migranten-Familie über. Denn diese Aktion setzt nicht nur auf kurzfristige Integrationshilfe, sondern vielmehr auf Nachhaltigkeit.


Der Pate muss lediglich kurze Angaben auf einem Formular, das beim Wochenblatt vorliegt und ab der kommenden Woche auch online auf der Homepage des Wochenblatts zum Herunterladen bereit liegt, ausfüllen und ein Lastschriftmandat erteilen. Die Laufzeit des Paten-Abos beträgt mindestens ein Jahr.


Die Kosten für ein Jahres-Abo belaufen sich auf 294 Euro – der Verlag setzt damit einen Preis an, der deutlich unter dem normalen Abo-Preis von rund 360 Euro liegt. Gruppen, die gern ein Abo finanzieren möchten, sammeln in der Gemeinschaft, bis der Betrag von 294 Euro zusammenkommt, denn das Abo-Formular kann nur stellvertretend von einer Person ausgefüllt werden. Alle Patengruppen werden gern mit Foto im Wochenblatt vorgestellt.


Die Auswahl, welche der Flüchtlingsfamilien mit einem Wochenblatt-Abo bedacht wird, trifft die zuständige Sozialarbeitern der Stadt Jever, Frauke Münk. Sie hat tagtäglich mit den Flüchtlingen zu tun und weiß, bei welcher Familie die Tageszeitung am meisten bewirkt.


Die Belegschaft des Wochenblatts möchte mit gutem Beispiel vorangehen und wird Abo-Pate für eine Familie. Weitere Interessenten haben bereits ihre Hilfe signalisiert. Informationen zu dieser Aktion erteilen ab Mittwoch, 29. April, Christoph Hinz (04461 / 944-283) und Cornelia Lüers (04461 / 944-282).


christoph.hinz@jeversches-wochenblatt.de;cornelia.lueers@jeversches-wochenblatt.de






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