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Inselflieger sind bequem – aber zu laut?

Überlegungen zu Lärmschutz und Nachhaltigkeit

DIT
   |   
11.10.2019
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Hohe Flugzahlen stören die Ruhe. Die Insulaner schätzen aber diese Alternative zur Fähre. Die Gemeinde will jetzt den Lärmschutz verbessern.
WANGEROOGE
 – 

Die offene Bürgerrunde des Bürgervereins nutzte eine Wangeroogerin, um ihrem Ärger über den Anstieg der Flugbewegungen und dem einhergehenden Lärm Luft zu machen.


Besonders in den vergangenen zwei Sommern, die sehr lang und sehr warm waren, seien ihr mehr und mehr Flugzeuge am Himmel aufgefallen. Und nicht nur das: Auch der Tragschrauber, mit dem sich Touristen und Insulaner über die Insel fliegen lassen können, sei oft und unangenehm laut über den Ort geflogen, meinte die Wangeroogerin.


Auch Bürgermeister Marcel Fangohr bestätigte auf Nachfrage, dass Fluglärm auf der Insel ein Problem ist. Allerdings sei der Flugverkehr als Ergänzung zum tideabhängigen Fährverkehr bei den Insulanern beliebt. „Für einen Facharztbesuch etwa fliegen manche lieber, als aufgrund ungünstiger Überfahrzeiten auf dem Festland übernachten zu müssen“, sagte Fangohr. Auch die Verbindungen mit der Bahn seien oft nicht so zuverlässig wie die Flüge.


Neben Insulanern und Tagesgästen nehmen vor allem Baufirmen das Flugangebot war, um die zur Verfügung stehende Zeit optimal nutzen zu können. „Das betrifft dann vor allem Montagmorgen und Freitagnachmittag, da die Bauarbeiter nur unter der Woche auf der Insel übernachten“, erklärte Fangohr. Da die Insel in den kommenden Jahren den Wohnraum erweitern will, wird sich diese Nutzung des Flugverkehrs voraussichtlich fortsetzen.


Der Traghubschrauber, der anders als die Inselflieger direkt über den Ort fliegt und auch die an warmen Sommertagen hohen Flugbewegungen durch Tagesgäste stellen eine zusätzlich Belastung für die Bewohner dar.


Allerdings – wie ein Sprecher der Wangerooger Flughafen GmbH bestätigt – halten sich die Piloten an die Vorgaben der Flugaufsicht. Jeder Verstoß gegen geltende Flugregeln werde umgehend geahndet. Das betrifft sowohl die Flughöhe als auch die Ruhezeiten und die den Ort schonenden Flugrouten. „Das ist aber auch abhängig von der Windrichtung“, gab Fangohr zu Bedenken.


Darüber hatte sich auch Bernd Stramm, Vorsitzender des Bürgervereins im Vorfeld der Runde informiert und konnte der Anwohnerin dies entgegenhalten, wie Schriftführerin Christine Ommen aus der Sitzung berichtete.


„Die hohe Zahl an Flugbewegungen im vergangenen Jahr sind vor allem auf das gute Wetter zurückzuführen“, erklärte der Sprecher der Wangerooger Flughafen GmbH. Finanziell sei das für die Insel von großem wirtschaftlichen Vorteil, werden doch für jede Landung Gebühren verlangt.


Dennoch möchte die Gemeinde Wangerooge die Anwohner entlasten. Indem etwa der Tragschrauber etwas mehr Abstand vom Dorf nimmt. Oder die Flüge der wenigen mit Kerosin statt Flugbenzin betriebenen Flieger begrenzen. „Das muss allerdings alles mit der Flugaufsicht besprochen werden“, sagte Bürgermeister Fangohr. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, den Lärmschutz am Flughafen zu erhöhen.


Auch Bedenken bezüglich der Einflüsse auf die Umwelt äußerte die Anwohnerin in der Bürgerrunde. Hier sind aber sowohl die Inselflieger als auch die Betreiber der Fähren bereits auf den Nachhaltigkeitszug aufgesprungen: Die Fähren sollen mit umweltfreundlicherem Kraftstoff betrieben werden, sofern das mit Gewicht und Tiefgang in den tideabhängigen Gebieten möglich ist.


Die FLN Frisia-Luftverkehr GmbH teilten kürzlich bereits mit, dass ein Joint Venture mit dem Münchener Flugzeugbauer Scylax GmbH den Weg zum vollelektrischen Fliegen geebnet hat.







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Autor des Artikels
Julia Dittmann (dit)
Wittmund
Volontärin
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Fax: (0 44 62) 9 89 - 1 99
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