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Jever: Ausstellung gegen Misstrauen und Vorurteile

„Unter uns? Sinti in Ostfriesland“ bis 30. Juni im Gröschler Haus zu sehen

SAL
   |   
01.04.2019
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Das Leben der Sinti nach 1945 bis heute wird anhand von Fotos, Dokumenten, Texten und Videos dargestellt.
JEVER
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Zwischen 1933 und 1945 kamen rund 500.000 Sinti und Roma in den Konzentrationslagern der Nazis ums Leben. Erst Anfang der 1980er-Jahre erkannte die Bundesrepublik ihre Vernichtung als rassistisch motivierten Völkermord an. In Deutschland leben heute etwa 100.000 Sinti.


Doch auch Jahrzehnte nach dem Holocaust schlagen ihnen in unserer Gesellschaft Misstrauen, Vorurteile und Hass entgegen, haben sie sich gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu wehren.


Von Vorurteilen befreien


Der Sinti-Verein Ostfriesland hat sich bei seiner Gründung 2015 in Leer zum Ziel gesetzt, die Situation für die Sinti zu verbessern, sie von Vorurteilen und Klischees zu befreien. Einen Beitrag dazu soll eine Wanderausstellung leisten, die der Verein gemeinsam mit dem Heimatmuseum Leer erarbeitet hat. Unter dem Titel „Unter uns? Sinti in Ostfriesland“ wird sie noch bis zum 30. Juni im Gröschler-Haus gezeigt. Ein Zeichen dafür, dass die Ausstellung, wie schon zuvor in Leer und in weiteren Städten, auch in Jever auf große Resonanz stoßen dürfte, könnten die zahlreichen Besucher sein, die am Sonntagnachmittag zur Eröffnung ins Gröschler-Haus kamen.


„Wir wollen einfach in dieser Gesellschaft ankommen“, sagte der Ehrenvorsitzende des Sinti-Vereins, Mirando Wagner, in seinem Grußwort, „wir wollen, dass unsere Kinder gleiche Chancen haben.“


Aufklärung


Die Ausstellung widmet sich der Verfolgung der Volksgruppe während der NS-Zeit eher am Rande. „Wir wollen das Leben der Sinti nach 1945 bis heute darstellen“, erläuterte Ingo Lindemann. Als 2. Vorsitzender des Sinti-Vereins führte er in die Ausstellung ein.


Es sei wichtig, Bildungsräume zu schaffen, die deutlich machten, dass sich die Verfolgung von Minderheiten wiederholen könnte, sagte Landrat Sven Ambrosy in seinem Grußwort mit Blick auf aktuelle politische Strömungen.


Nationalismus ende im Krieg, das lehre die Geschichte. Auslöser seien Unwissenheit und Vorurteile, Bildung und Aufklärung tue not, so Ambrosy. Man wisse immer noch viel zu wenig über die Kultur und die Traditionen der Sinti, stellte Bürgermeister Jan Edo Albers fest.


Sinti und Roma besitzen eine eigene Musik. Eine Kostprobe erhielten die Ausstellungsbesucher vom Ramon-Rose-Duo aus Hildesheim und von Slavisa Jasarevic aus Leer (Violine).


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Autor des Artikels
Dörte Salverius (SAL)
Jever
Lokalredaktion
Telefon: (0 44 61) 9 44 - 2 84
Fax: (0 44 61) 9 44 - 2 99
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