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Die gute Seele hinterm Grill

Ein ruhiges Rentnerleben kommt für Jakob Pettenberg nicht in Frage

LINA
   |   
22.02.2019
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Kontakte knüpfen, Fußball schauen und einer Beschäftigung nachgehen: für den 80-Jährigen der perfekte Zeitvertreib im Rentenalter.
JEVER
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„Hey Jakob, machst du mir noch einen Kaffee?“, „Jakob, eine Bratwurst bitte!, „Gibt es bei dir auch Tee?“ – An Arbeit mangelt es Jakob Pettenberg wahrhaftig nicht. Stetig gehen Bestellungen bei dem Rentner ein, der mit seinem Verkaufswagen an der Sportanlage in Jever steht und sich mit einem Lächeln auf den Lippen jedem einzelnen Kunden widmet. Ab und zu wandern seine Augen auf das Spielfeld, das direkt vor ihm liegt.


Zwischen Bratwurst und Ketchupflaschen, Sportlern und Fans hat der 80-Jährige seinen Platz gefunden – und eine Aufgabe. Denn ohne die, da ist sich Pettenberg sicher, wäre er heute nicht nur einsam, sondern meist auch ziemlich gelangweilt. „Ich will nicht den ganzen Tag vor der Flimmerkiste sitzen. Das hier ist, was mich wacker hält“, betont der Rentner, der den Verkaufswagen seit zwei Jahren ehrenamtlich betreibt.


Erst im November 2015 hat Pettenberg seinen Weg nach Jever gefunden, zog nach dem Tod seiner Frau von Aachen nach Friesland – der Familie wegen, denn Sohn, Schwiegertochter und Enkelkinder leben hier. Bereut hat er diese Entscheidung nicht: „An Jever gefällt mir alles. Besonders das Fahrradfahren, denn ein Auto habe ich nicht mehr“.


Fit scheint es den Jeveraner allemal zu halten, so sorgt er im Sommer – wenn sich ein Fußballspiel an das nächste reiht – gerne auch mal zehn Stunden am Stück dafür, dass die Bäuche der Besucher voll sind: „Die Kleinsten können spielen, die Bude ist immer auf“, sagt der 80-Jährige stolz. Das war nicht immer so. Bevor Pettenberg die Grillzange in die Hand nahm, konnte die Verkaufswagenbetreuung nicht stetig gewährleistet werden. Für den FSV war es deshalb ein großes Glück, als der Rentner, damals noch nur Zuschauer auf dem Sportplatz, schließlich einwilligte, das Ehrenamt anzutreten.


Heute ist er aus diesem nicht mehr wegzudenken, die Besucher kennen und schätzen die gute Seele des Platzes. „Ich bin ein gewöhnlicher Mensch“, sagt Pettenberg bescheiden. Trotzdem weiß er um seine Beliebtheit. Mehr als bewusst sei ihm diese auch an seinem 80. Geburtstag geworden, denn zu den Anlass fand er morgens einen geschmückten Verkaufswagen vor. „An diesem Tag durfte ich mich nach draußen setzten und wurde bedient“, erinnert sich Plattenberg, „Sowas habe ich noch nie erlebt“. Doch die Wertschätzung sollte noch weiter gehen, denn im Rahmen der DFB-Aktion „Ehrenamtspreisträger und Fußballhelden 2017“ wurde der Jeveraner aus dem NFV-Kreis Friesland geehrt.


Ans Aufhören denkt der rüstige Rentner noch lange nicht, trotz der normalen Altersgebrechen. „Manchmal zwickt es halt“, gibt Pettenberg mit einem Augenzwinkern zu. Trotzdem ist er sich sicher: „Hätte ich das hier nicht, würde ich wohl langsam durchdrehen. Ich muss eine Beschäftigung haben“. Für Jakob Pettenberg steht deshalb fest, solange er kann, bleibt er dem Verkaufswagen und dem FSV treu.







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Autor des Artikels
Lina Bromba (lina)
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