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„Friesischer Beifall für Klinik-Fusion unangebracht“

Kreis-FDP sieht angesichts der Wilhelmshavener Pläne erhebliche Gefahren für Nordwest-Krankenhaus

JW
   |   
07.08.2012
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Lösung könnten etwa Schwerpunktkranken- häuser sein, die nicht in Konkurrenz stehen.
FRIESLAND
 – 

Der Kreisvorstand und die Kreistagsfraktion der FDP Friesland haben sich jetzt eingehend mit den Meldungen über einen Krankenhausneubau in Wilhelmshaven sowie einer Fusion der kirchlichen Hospitalgesellschaft Jade-Weser (HJW) mit dem Reinhard-Nieter-Krankenhaus (RNK) befasst.


„Diese Meldung hat die Region unvorbereitet ins Mark getroffen, war man doch im Friesischen von einer zukünftig weit engeren Zusammenarbeit zwischen dem RNK und dem Nordwest-Krankenhaus (NWK) in Sanderbusch ausgegangen. Ja, man sprach auch hier sogar schon von Fusionen oder einer gemeinsamen Holding“, erklärte Kreis- und Fraktionsvorsitzender Gerhard Ratzel. Friesland sei nun von einer Kooperation auf Augenhöhe unvermittelt in eine untergeordnete Position und unter erheblichen Druck geraten. „Deshalb ist friesischer Beifall für die Aktion des Oberzentrums Wilhelmshaven, wie vom Landrat und vom Geschäftsführer des NWK geäußert, nicht angebracht.“


Die friesischen Liberalen begrüßten diese Fusion überhaupt nicht, so Ratzel. „Wie passt im Übrigen zusammen, dass man erst von tiefroten Zahlen berichtet und dann plötzlich ein 500 Betten-Krankenhaus für angedachte 80 Millionen Euro neu bauen kann?“ führte er aus. Und: „Wo bleibt da eigentlich Raum für das Umland des Oberzentrums mit seinem bisher sehr auf Kooperation bedachten Krankenhaus in Sanderbusch?“ Landtagskandidat Jost Etzold habe deshalb nachgefragt, wo denn das NWK fachlich bleibe, wenn die dann fusionierte Krankenhausgesellschaft einen hochmodernen Klinik-Neubau in Wilhelmshaven sowie zwei weitere Kliniken in Varel und Brake betreibe. Sanderbusch liege dann mitten in deren Einzugsgebiet, das werde sich auf jeden Fall dort auch massiv bemerkbar machen. Hinzu kämen noch die überregional wirkenden Krankenhäuser in Oldenburg und in Westerstede.


Wer dennoch davon spreche, dass man in Sanderbusch ohne Sorgen so weitermachen könne wie bisher, habe offensichtlich die vorauszusehende prekäre Lage völlig verkannt.


Die Sanierungs- und finanziellen Probleme der beiden Wilhelmshavener Kliniken würden von den friesischen Liberalen durchaus erkannt und anerkannt, so Ratzel weiter. Aber: „Beim hochsensiblen Thema Krankenhaus-Versorgung kann man aus unserer Sicht nur gemeinsame Lösungen in der Region anstreben, die reelle Chancen für alle Beteiligten bieten, beispielsweise in dem man Schwerpunktkrankenhäuser in der Region einrichtet, die nicht in grundlegender Konkurrenz stehen.“ Das müsse der Kern des Handelns werden, damit die Gesundheitsversorgung in Wilhelmshaven und im Umland nicht im ständigen Konkurrenzkampf Schaden nehme, sondern verbessert werde – darin waren sich Kreisvorstand und Kreistagsfraktion einig.







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