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Stöcke und Messer mitgenommen, um „friedlich was zu klären“

Zeuge verstrickt sich im Prozess um brutalen Überfall immer wieder in Widersprüche

MARI
   |   
12.03.2017
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AURICH/HOLTRIEM/HAGE
 – 

Todesangst haben zwei Frauen und ein junger Mann ausgestanden, als sie am späten Abend des 22. Oktober in ihrem Haus in Holtriem von einem vermummten und mit Stock und Messer bewaffneten Hager überfallen wurden. Der 28-jährige Angeklagte sitzt unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung, gefährlicher Körperverletzung und sexueller Nötigung auf der Anklagebank des Landgerichts Aurich.


Der Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Ende 2011 verurteilte ihn das Amtsgericht Emden wegen Kindesmisshandlung zu einer Haftstrafe. Weil sein nur wenige Monate alte Sohn quengelte, schlug der Angeklagte brutal zu und fügte dem Kind einen Schädelbruch zu. Um die Tat zu vertuschen und einen Unfall vorzutäuschen, schraubte der Hager das Kinderbett auseinander und behauptete, es sei zusammengebrochen.


Erst im Januar folgte eine Verurteilung durch das Amtsgericht Norden. Aus Verärgerung hatte der Angeklagte einer Bekannten eine Schnittwunde am Hals zugefügt und sie bedroht. Mit dem Messer hat der Angeklagte auch die 50-jährige Holtriemerin am Hals verletzt. „Der Arzt sagte, zwei Millimeter weiter und ich wäre tot gewesen“, berichtet das Opfer vor Gericht. Die Prozessbeteiligten schauten sich Fotos der Verletzungen an. „Das sieht schlimm aus, ganz schlimm“, meinte Richter Malte Sanders. Die 50-Jährige war zudem Opfer sexueller Nötigung geworden. Er würde ihr die Kehle durchschneiden, wenn sie nicht täte, was er sagt, soll der Angeklagte gedroht haben. „Dabei kenne ich ihn überhaupt nicht. Ich verstehe nicht, warum er das gemacht hat“, sagte die Frau.


Der angebliche Anlass für die Tat ist so wenig nachvollziehbar, dass auch die Aussage eines 28-jährigen Holtriemers mehr Fragezeichen hinterließ, statt zur Aufklärung beizutragen. Denn er hatte sich gemeinsam mit dem Angeklagten zu dem Haus begeben und war später von der Polizei ebenfalls festgehalten worden. Seine Verlobte hatte die beiden Männer von Hage aus dorthin gefahren und in einer Entfernung von 500 Metern abgesetzt.


Der Zeuge, gegen den ein Verfahren vorläufig eingestellt wurde, verstrickte sich schnell in Widersprüche. Mal hieß es, er habe nur ganz friedlich ein Handy abholen wollen. Der Angeklagte habe sich ihm angeschlossen. Dann wiederum behauptete der Zeuge, den Angeklagten gebeten zu haben, ihn zu begleiten, damit er einen „Zeugen“ dabei habe.


Überhaupt keine schlüssige Erklärung hatte der Holtriemer dafür, dass drei Stöcke mitgenommen wurden, der Angeklagte sich zudem vermummte, mit einem Messer bewaffnete und aus dem Erste-Hilfe-Kasten des Fahrzeuges mit Einweghandschuhen versorgte.


Der Zeuge hatte das Haus nicht betreten, aber das Einschlagen einer Scheibe und später Schreie gehört. Auch sah er, wie der Angeklagte auf die 50-jährige Frau, die bei günstiger Gelegenheit nackt aus dem Haus geflohen war, einstach. Eingegriffen hat der Holtriemer nicht.


Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.







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