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Nordwest-Krankenhaus: Chefarzt stellt Studie zu Hirninfarkten vor

Prof. Dr. Pawel Kermer präsentiert Ergebnisse einer Untersuchung zum Thema Vorhofflimmern

OS
   |   
20.03.2017
[0]

 
SANDE
 – 

Der Chefarzt der Neurologie im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch (NWK), Prof. Dr. Pawel Kermer, hat jetzt die Ergebnisse einer Studie über Vorhofflimmern in der renommierten Fachzeitschrift „Lancet Neurology“ vorgestellt. Mit Hilfe einer besseren Überwachung von Herzrhythmusstörungen, so die Erkenntnis, kann das Risiko von Folge-Schlaganfällen minimiert werden. Kermer geht davon aus, dass anhand der Daten die Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung weiter angepasst werden.


In der Studie hat die Klinik für Neurologie im NWK gemeinsam mit einer interdisziplinären Forschergruppe aus Kardiologen und Neurologen der Universitätskliniken in Göttingen und Mainz nachgewiesen, dass eine längere EKG-Überwachung bei Schlaganfallpatienten die Gefahr eines neuen Hirninfarktes senkt.


Vorhofflimmern sei einer der wichtigsten Risikofaktoren für Schlaganfälle, die durch eine Minderdurchblutung des Gehirns entstehen, so Kermer. Sanderbusch ist mit seiner zertifizierten Schlaganfallstation (Stroke Unit) an der Studie „Find-AF-randomised“ („Vorhofflimmern finden“) beteiligt. Im Wesentlichen ging es bisher darum herauszufinden, ob durch eine längere EKG-Überwachung bei Schlaganfallpatienten die Gefahr eines neuen Hirninfarktes frühzeitig erkannt und damit schon im Vorfeld vermieden werden kann. Weil Vorhofflimmern unregelmäßig und nur kurz auftritt, wird es bei den üblichen Herz-Kreislauf-Untersuchungen nicht zuverlässig erkannt.


Für die Studie wurden 398 Schlaganfall-Patienten ab 60 Jahren untersucht. Es zeigte sich, dass bei Patienten mit verlängerter Langzeit-EKG-Diagnostik wesentlich häufiger Herzrhythmusstörungen in Form des Vorhofflimmerns nachgewiesen wurden als das in der Standarddiagnostik bisher der Fall ist. Dieses Wissen ist dann Basis für die weitere Behandlung und ermöglicht es, weiteren Schlaganfällen wirkungsvoller vorzubeugen.


Im nächsten Schritt soll diese Studie nun auf 5000 Teilnehmer ausgeweitet werden, um die aktuellen Ergebnisse zu untermauern.







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