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„Jugger“ – eine noch viel zu unbekannte Sportart

Die „Waffen“ und den ball bauen sich die Spieler selbst – eine Partie dauert sieben Minuten

WKO
   |   
27.01.2017
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OLDENBURG/BIELEFELD
 – 

Menschen, die Ketten über ihre Köpfe schwingen. Eine Trommel, die laut in einem regelmäßigen Takt geschlagen wird. Krieger verteidigen sich mit Schilden gegen die Waffen ihrer Angreifer.


Krieger? Nein, wir sind nicht in einer mittelalterlichen Schlacht gelandet, sondern auf einem Spielfeld. Nicht Krieger, sondern Spieler zweier Mannschaften treffen hier aufeinander und sie verteidigen sich mit sogenannten Pompfen. So werden einerseits die Schilde genannt, aber auch die Ketten und die langen Stäbe, die an übergroße Wattestäbchen erinnern.


Die Spieler bauen sich die Pompfen selbst und bei einem Turnier werden sie penibel überprüft, damit niemand benachteiligt oder verletzt wird. Die Maßangaben für eine regelkonforme Pompfe seht ihr im Bild rechts.


„Jugger“ heißt die Sportart, bei der zwei Mannschaften mit jeweils fünf Spielern gegeneinander antreten. Die groben Regeln sind schnell erklärt: ein Spieler ist der Läufer, er ist der einzige, der den „Jugg“ (Ball) über das Feld transportieren darf und versuchen muss, ihn in das „Mahl“ (Tor) zu stecken. Die anderen Spieler sind die Pompfer. Sie versuchen, dem Läufer den Rücken frei zu halten, indem sie die anderen Spieler mit ihrer Pompfe berühren. Denn dann muss sich der getroffene Spieler hinknien und darf erst nach einigen Sekunden wieder weiter machen. Wie lange er am Boden kniet, erkennt er an der geschlagenen Trommel. Er muss selbst mitzählen und gewissenhaft handeln.


Viele Aspekte beim „Jugger“ basieren auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt. So ist es auch selbstverständlich für alle Spieler, dass sie andere mit ihrer Pompfe nicht absichtlich verletzen. „Klar kriegt man manchmal einen ungewollt harten Schlag ab“, weiß Oliver Eikel, „aber mehr als blaue Flecken holt man sich eigentlich nicht.“ Der 26-Jährige lebt in Bielefeld und übt dort die exotische Sportart aus. Oliver ist ein großer Fan vom „Jugger“ und wünscht sich, dass noch viel mehr Menschen davon erfahren.


„Das Besondere ist, dass man sich ein bisschen in die eigene Kindheit zurück versetzt fühlt. Es ist zwar ein Mannschaftssport, bei dem es ums Gewinnen geht, aber es wird auch viel gelacht. Es erinnert manchmal an Kinder, die Krieg spielen – vor allem durch die ,Waffen’, die es in den meisten anderen Sportarten nicht gibt.“ Seinen Ursprung hat die Sportart aus einem australischen Film von 1989 namens „Die Jugger – Kampf der Besten“. Danach haben sich viele „Jugger“-Mannschaften gegründet.


Wer hier in der Nähe ein „Jugger“-Training ausprobieren möchte, muss nach Oldenburg fahren. „Die Keiler“ trainieren in der Wintersaison immer sonntags von 19 bis 21 Uhr in der Turnhalle Hundsmühlen, Rosenallee 7a, 26203 Wardenburg. Im Sommer treffen sich die Spieler häufig im Schlossgarten in Oldenburg, um dort im Freien zu trainieren. Zum Reinschnuppern eignet sich das Turnier, das ebenfalls in der Turnhalle Hundsmühlen stattfindet. Am 18. März ab 9 Uhr treten dort acht Mannschaften gegeneinander an. Weitere Informationen zu den Oldenburger „Keilern“ und zum „Jugger“ im Allgemeinen findet ihr im Internet unter den folgenden Adressen:


www.facebook.de/

diekeiler

www.jugger.org






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