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Flucht vor dem Terror des „Islamischen Staats“

Jetzt macht Salam ein Journalistisches Praktikum in der Lokalredaktion

Von SALAM IDO
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09.02.2017
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HORSTEN/GIRZERIK
 – 

Ich heiße Salam Ido und ich bin 16 Jahre alt. Als Flüchtling kam ich aus dem Irak nach Deutschland. Im Irak lebte ich in einem kleinen Dorf (Girzerik). In Girzerik ging ich bis zur achten Klasse zur Schule. Dort lernte ich die arabische Sprache und im Prinzip waren die Fächer so ähnlich wie hier in Deutschland. Dort gab es auch Englisch, Mathe, Biologie, Physik und Religion und so weiter. In meinem Dorf gab es keinen Bus, deshalb mussten wir ungefähr zwei Kilometer zu Fuß zur Schule gehen. Mein Vater war Lehrer an einer Grundschule.


Am 3. August 2014 gegen 2.30 Uhr morgens kam der Islamische Staat (IS) und schoss auf die Dorfbewohner. Die Dorfbewohner haben bis ungefähr 7 Uhr gegen den IS gekämpft und keiner von der Regierung hat geholfen. Deshalb mussten wir weglaufen. Als der IS das Dorf erreichte, haben sie meinen Nachbarn geköpft und dessen Vater erschossen, weil sie nicht Muslime werden wollten. Nur ein kleiner Teil meines Dorfes war muslimisch, die meisten waren Jesiden, so wie ich. Die Muslime in unserem Dorf haben sich aber mit dem IS verbündet und gegen uns gekämpft, als der IS kam. Sogar mein ehemaliger Grundschullehrer hat gegen uns gekämpft. Sie haben meine Nachbarin und alle ihre Kinder festgenommen. Sie haben auch den Cousin meines Vaters getötet und dessen Onkel festgenommen. Ich weiß bis heute nicht, ob er lebt. Auch die fünf Kindern von meiner Tante wurden festgenommen. Alle jesidischen Dorfbewohner sind geflohen, aber viele sind gestorben weil der IS sie auf der Flucht erschossen hat. Ich dachte auch, dass ich sterben würde. Die Kugeln haben mich nur knapp verfehlt. Wir sind weggelaufen in die Stadt Sindschar. Aber dann kam der IS in die Stadt, deshalb mussten meine Familie und ich weiter in das Sindschar-Gebirge laufen. Wir wurden vom Islamischen Staat auf dem Sindschar-Gebirge neun Tage belagert ohne genug Essen. Viele Kinder und sogar Erwachsene sind auf dem Berg gestorben, weil es nichts zu essen und zu trinken gab. Dann aber sind die PKK-Kämpfer gekommen und haben einen Weg frei gekämpft. So konnten wir fliehen. Dann hat mein Vater entschieden, dass ich nach Deutschland gehen soll. Weil es zu teuer war, konnte meine Familie nicht mit und ich bin alleine gekommen. Es hat ungefähr einen Monat gedauert, bis ich Deutschland erreicht habe. Damals war ich 15 Jahre alt.


Jetzt wohne ich in einem kleinen Dorf (Horsten) und gehe in die neunte Klasse. Meine Lieblingsfächer sind Geschichte und Politik. Mein Traum ist, dass ich später ein richtiger Journalist werde, weil ich mich sehr für Politik interessiere. Ich wünsche mir auch, dass ich wieder mit meiner Familie in Frieden leben kann.







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